101. Konzertsaison

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100 Jahre
Konzertverein Ingolstadt

     

Hinweis zum Konzert mit dem Jerusalem Quartet am 18. November:
Der Einführungsvortrag um 19.15 Uhr im Konferenzraum muss leider aus Krankheitsgründen des Referenten Jörg Handstein entfallen.

Milder Jubiläumsglanz
Der Konzertverein Ingolstadt feiert sein 100-jähriges Bestehen mit einem Gastspiel der Philharmonie Kiew. Besonders der Pianist Antonii Baryshevskyi beeindruckt mit einer poetischen Interpretation des Klavierkonzerts von Robert Schumann.

Der romantische Komponist Robert Schumann (1810-1856) liebte es, sein Seelenleben durch zwei fiktive, antagonistische Figuren zu charakterisieren: "Florestan, den Wilden, / Eusebius den Milden" - so beschrieb er die beiden Charaktere in einem Gedicht für seine Frau Clara. Seine Musikkritiken und auch viele seiner Kompositionen unterschrieb Schumann nicht mit seinem eigenen Namen, sondern mit den beiden erfundenen Helden. Die großen Klavierzyklen wie "Davidbündlertänze" oder "Carneval" sind so durchdrungen vom Konflikt der beiden Seelenfiguren. Aber eigentlich sind alle Werke Schumanns geprägt von dieser lustvollen Dualität zwischen poetisch-gefühlvollem Überschwang (Floristan) und ungehemmter stürmischer Wildheit (Eusebius) - auch das Klavierkonzert in a-Moll.
Kaum ein Pianist und kaum ein Orchester können beide Charaktere gleich gut darstellen. Beim Jubiläumskonzert des Konzertvereins Ingolstadt im Festsaal spielte Antonii Bary-shevskyi den Solopart, und er ist eindeutig ein Floristan-Typ. Die einleitenden heftigen Akkorde des Orchesters, das dann folgende fast rezitativische, abwärtsstürzende Oktav-Solo des Klaviers spielte der Ukrainer erstaunlich moderat, keineswegs so kraftstrotzend und heroisch wie in vielen anderen Darstellungen. Ganz anders das träumerische Hauptthema, das kurz danach folgt: Hier kitzelte Baryshevskyi wirklich alles an Romantik und Poesie aus den Zeilen heraus, was überhaupt nur geht. Ein Rausch der goldenen Anschlagsfinesse, der subtilen Verzögerungen. Wunderbar. Hier musizierte Baryshevskyi wirklich ergreifend.

Der DONAUKURIER berichtete am 14.11.2017 von dem Konzert. Lesen Sie hier weiter.

Fotos Bernhard Schaffer vom Konzert am 12.11.17

Klavierglanz zum Jubiläum
100 Jahre Konzertverein: Wie die Philharmonie Kiew und Pianist Antonii Baryshevskyi beeindrucken konnten.

Der Konzertverein Ingolstadt, 1917 von Ludwig Liebl gegründet und heute durch die Familie Atzerodt in bewährter und überaus engagierter Weise geleitet, zählt ohne Zweifel zu den herausragenden Kulturinstitutionen unserer Region. Seit über 100 Jahren gelingt es den Verantwortlichen, ein hochrangiges Musikangebot mit zahlreichen Künstlern von Weltruf anzubieten. Genau vor 100 Jahren, am 12. November 1917 war der erste Veranstaltungstag des damals neugegründeten Vereins. Das aus diesem Anlass initiierte Festkonzert mit dem Staatlichen Sinfonieorchester der Nationalen Philharmonischen Gesellschaft der Ukraine unterstrich somit einmal mehr, wie erlesen und hochkarätig die Konzerte des Konzertvereins mittlerweile nun mal sind.
Dieses wohl wichtigste Ensemble Osteuropas – es war bereits mehrmals an der Donau zu Gast – zeigte beim restlos ausverkauften Festkonzert, wie stimmig und niveauvoll es intonieren kann. Unter der Leitung des gefragten Dirigenten Mykola Dyadiura, er wurde u.a. von Leonard Bernstein, Seiji Ozawa und André Previn gefördert, boten die Musiker bereits zu Beginn des Abends bei Edvard Griegs Vertonung, „ Im Herbst“, op11, ein über weite Strecken dynamisch differenziert angelegtes Spiel. Das dunkle Chroma der Melodien verliert sich in dieser Notation in betörend weicher Einsamkeit, die furiosen Aufschwünge rauschen, ohne martialisch zu klirren. Melancholie, Einsamkeit, Ernst, aber auch Lebensfreude finden in dieser Musik ihren so prägnanten Ausdruck.
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Die AUGSBURGER ALLGEMEINE berichtete am 14.11.2017 von dem Konzert. Lesen Sie hier weiter.

Foto Johannes Seifert

Festkonzert zum 100. Geburtstag des Konzertvereins
von Isabella Kreim


Was vor genau 100 Jahren bescheiden aber durchaus ambitioniert mit einem Liederabend im damaligen Offizierskasino begonnen hat, konnte gestern mit einem 60-Mann-Orchester, der Philharmonie Kiew, im vollbesetzten Theaterfestsaal, also mit über 1000 Zuhörern gefeiert werden: Der 100. Geburtstag des Konzertvereins Ingolstadt. Also bereits rein quantitativ was die Besetzung auf dem Konzertpodium wie die Anzahl der Zuhörer betrifft, die machtvolle Demonstration der Erfolgsgeschichte eines ehrenamtlichen Engagements Ingolstädter Bürger, seit Jahrzehnten vor alllem der Familie Atzerodt, für das Musikleben in dieser Stadt.
Aber bei aller Festkonzert-Stimmung treibt den Konzertverein aktuell ein Problem um, das seine 100jährige Geschichte immer wieder durchzogen hat. Die Frage nach einem alternativen Konzertsaal, wenn der Festsaal während der Theatersanierung geschlossen werden muss.

Diesen Bericht können Sie hier hören.

Es war ein historischer Abend am Sonntag im Ingolstädter Festsaal, denn genau am 12.November 1917 , noch während der erste Weltkrieg die Menschen erschütterte, lud der neu gegründete Konzertverein in sein erstes Konzert in den heutigen Spiegelsaal des Kolpinghauses ein. Auf den Tag genau, feierte am Sonntag der Ingolstädter Konzertverein sein 100 jähriges Jubiläum im Ingolstädter Festsaal. Viele Ehrengäste und Prominente feierten diesen historischen Abend mit dem Verein im ausverkauften Ingolstädter Festsaal mit einem grandiosen Konzertprogramm.

INTV berichtete am 16.11.2017 von dem Festkonzert.
Diese Sendung können Sie hier sehen.

     

Das besondere Weihnachtsgeschenk:
Ein "Weihnachtspäckchen des Konzertvereins" mit Karten für drei ausgewählte Konzerte

Auch in diesem Jahr hat der Konzertverein Ingolstadt eine ganz besondere Geschenkidee für alle Musikfreunde vorbereitet:
Ein Kurzabo mit Karten für drei herausragende Konzerte der laufenden Saison:

* Donnerstag, 11. Januar 2018, 20 Uhr: Vivi Vassileva and friends

* Freitag, 23. Februar 2018
, 20 Uhr: I Virtuosi di Paganini Ingolf Turban, Violine Matthias Kirschnereit, Klavier

* Donnerstag, 3. Mai 2018, 20 Uhr: Nemanja Radulovic, Violine „Les Trilles du Diable“, Streicherensemble

Donnerstag, 11. Januar 2018, 20 Uhr: Vivi Vassileva - die 2013 den Musikförderungspreis des Konzertvereins gewann - am Vibraphon zündet mit ihren Freunden Maruan Sakas, Klavier, Thomas Ganzenmüller, Kontrabass, Maxime Pidoux, Drum-Set und Daniel Martinez, Percussion ein hochvirtuoses Feuerwerk aus Klang und Rhythmus, Melodien und Percussion. Ein großartiger Start in das Neuen Jahres!

Freitag, 23. Februar 2018, 20 Uhr: Ingolf Turban ist Solist bei den Berliner und Münchner Philharmonikern und gründetet 2008 sein Kammerorchester „I Virtuosi di Paganini“. Und virtuos ist auch das Programm: Niccolò Paganinis Capricen für Violine und Streicher, Rossinis Elegie für Violine und Streicher sowie Mendelssohns Klavierkonzert g-Moll mit dem ECHO Klassik-Preisträger und „Poeten am Klavier“ (SZ) Matthias Kirschnereit.

Donnerstag, 3. Mai 2018, 20 Uhr: Der junge serbische Geiger Nemanja Radulovic gilt als neuer Stern am Virtuosen-Himmel – als wahrer Teufelsgeiger. In seinem Spiel verbindet er eine atemberaubende Technik mit virtuose Extravaganz und Spielfreude, was ihm - neben zahlreichen anderen Preisen - 2015 den ECHO Klassik als Künstler der Jahres bescherte. Mit seinem Streichensemble „Les Trilles du Diable“ präsentiert Nemanja Radulovic ein breitgefächertes, genreübergreifendes Programm von Bach und Mozart bis Paganini, Sarastate, John Williams und Vittorio Monti.
Das Weihnachtspäckchen mit Karten für diese drei Abende ist - in limitierter Auflage - zum Sonderpreis von 60.- Euro in der Geschäftsstelle des DK, Mauthstr. 9, sowie beim Konzertverein Ingolstadt unter der Telefonnummer 0841-8815798 Fax 0841-8815766 sowie hier online erhältlich.

Slow Food für die Seele
Empfang mit munterem Klangwirbel zum hundertjährigen Bestehen des Konzertvereins

OB Dr.Lösel überreicht Präsent an Reinald Atzerodt

Foto Stadt Ingolstadt/Rössle

Ingolstadt (DK) Kein anderer Verein dürfte so viel für das kulturelle Leben in Ingolstadt geleistet haben - und das über 100 Jahre hinweg. Die Stadt hat dem Konzertverein gestern Abend zu seinem großen Jubiläum einen Empfang bereitet und dabei vor allem auch das Lebenswerk der Familie Atzerodt gewürdigt.

Percussionist Stefan Landes wirbelte im Historischen Sitzungssaal des Alten Rathauses übers Marimbaphon (großer Bruder des Xylophons) und später noch über seine Trommeln, dass es in allen Gehörgängen richtig rundging und das Publikum innerlich mitgerissen wurde. Es hätte wohl nicht besser bewiesen werden können, dass der Jubilar lebendig ist wie eh und je und trotz aller Bande zur Klassischen Musik auch stets ein Fenster zur Moderne geöffnet hält: Diese Besonderheit des Konzertvereins klang auch in den Reden bei diesem kleinen Festakt an.

Percussionist Stefan Landes

Foto Stadt Ingolstadt/Rössle

Laudatorin Dr. Isabella Kreim

Foto Stadt Ingolstadt/Rössle

"Die besten und berühmtesten Künstler" habe der Verein mit seinen heute über 600 Abonnenten schon nach Ingolstadt geholt, lobte OB Christian Lösel in seiner Begrüßung, damit stelle er "ein Tor zur Welt" dar. Der Rathauschef überreichte Blumen an die Eheleute Reinald und Isolde Atzerodt, die diese Bürgerinitiative für hochklassigen Musikbetrieb in der Stadt seit 1978 geprägt haben, sowie an ihre Tochter Eva-Maria, die den Vorsitz vor 17 Jahren übernommen hatte.

Der DONAUKURIER berichtete am 11.10.2017 von dem Stadtempfang. Lesen Sie hier weiter.

Dankansprache Vorsitzende Eva-Maria Atzerodt

Erste Reihe der Ehrengäste

Foto Stadt Ingolstadt/Rössle

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