102. Konzertsaison

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Musikförderungspreis



Wettbewerbskonzerte für Meister- klassenstudenten
bayerischer Musikhochschulen

Eine große Chance für den Nachwuchs

Der Musikförderungspreis des Konzertvereins wurde im Jahre 1968 vom damaligen Konzert- vereinsvorsitzenden Josef Schlo- der und dem Musikwissen- schaftler Wilhelm Zentner im Verein mit den Preisstiftern Frau Elin und Herrn Dr. Wilhelm Reiss- müller, Herausgeber des Donau Kurier, ausgeknobelt, und seither hat er seinen Bestand und seine Bedeutung behauptet.

Das Verfahren ist sehr einfach: Drei herausragende Studenten der bayerischen Musikhoch- schulen werden, nachdem der Konzertverein das Instrumen- tenfach festgelegt hat, von ihren Instituten gemeldet.

Die jungen Künstler spielen im Rahmen eines ganz normalen Abonnementkonzertes, gegen Gage versteht sich, jeweils einen etwa halbstündigen Programmblock, ganz nach ihrer Wahl. Allerdings muss mindestens ein Stück aus dem 20. oder 21. Jahrhundert dabei sein. Eine dreiköpfige Jury aus hochkarätigen Solisten trifft unmittelbar im Anschluss an das Konzert seine Entscheidung.

In einer kleinen Feierstunde wird später vom Oberbür- germeister der Stadt Ingol- stadt der Preis übergeben.

Umstrittene Entscheidung
Junhyung Kim ist Sieger beim Wettbewerbskonzert des Konzertvereins - das Publikum sprach sich für Dmitry Meyboroda aus

Es ist meist ein Zeichen von Höflichkeit und manchmal sogar nur eine Floskel, wenn Jury-Mitglieder nach einem Wettbewerb betonen, wie hoch das Niveau der Teilnehmer wäre und wie schwierig es unter diesen Umständen gewesen sei, einen Preisträger zu küren.
Bei dem "Konzert für junge Künstler" des Konzertvereins Ingolstadt am Dienstag allerdings waren diese Äußerungen auf keinen Fall nur leeres Gerede. Im Gegenteil: Das Urteil über die drei Pianisten war diesmal so kompliziert, dass die Jury-Mitglieder Micaela Gelius, Oliver Triendl und Vardan Mamikonian sich nicht auf einen Kandidaten oder eine Kandidatin einigen konnten. Am Ende wurde der Gewinner mit einer Mehrheitsentscheidung ermittelt - was es vermutlich bei diesem Wettbewerb vorher noch nie (oder schon lange nicht mehr) gegeben hat. Zugesprochen bekam den Musikförderungspreis der Koreaner Junhyung Kim. Ein Urteil, das wahrscheinlich beim Publikum zumindest auf Überraschung stößt. Denn den Publikumspreis erhielt mit großem Abstand der gebürtige Russe Dmitry Meyboroda (Jahrgang 1993), vor allem wohl für seine fulminante, fiebrig-überhitzte Darstellung von Maurice Ravels "La Valse".
Auf dem zweiten Platz in der Publikumsgunst landete die in Pforzheim geborene Pianistin Marie-Thérèse Zahnlecker (Jahrgang 1992). Diese Künstlerin wiederum hatten die Jury-Mitglieder überhaupt nicht auf dem Plan - bei allem Respekt vor ihrer hervorragenden Leistung.

Der DONAUKURIER berichtete am 11.10.2018 von dem Konzert. Lesen Sie hier weiter.

Fotos Bernhard Schaffer vom Konzert am 09.10.18