102. Konzertsaison

Startseite | Impressum | Datenschutz | Haftungsausschluß | Kontakt
Sie sind hier: Startseite » Konzerte » Saison 2018/19

Tareq Nazmi - Gerold Huber

Freitag, 21. September 2018

Tareq Nazmi, Bassbariton


Biografie [69 KB]

Gerold Huber, Klavier

Biografie [152 KB]

Vortragsfolge  
Robert Schumann (1810-1856)  
  Vier Lieder nach Joseph Eichendorff

Zwölf Lieder nach Justinus Kerner

Fünf Lieder nach Christian Andersen op. 40

Sechs Lieder nach Heinrich Heine

Glänzender Lied-Rhetoriker
Tareq Nazmi eröffnet die Ingolstädter Konzertvereins-Saison mit Schumann-Liedern

Wohl jeder, der Tareq Nazmi vor etwa einem Jahr in Ingolstadt bei dem Gastspiel der Salzburger Festspiele im Rahmen der Audi-Sommerkonzerte gehört hat, weiß, dass er ein fantastischer Bassbariton ist. Nazmi hat damals mit klarer, kraftvoller, vibratoarmer Stimme die Basspartie in Mozarts "Requiem" gesungen, der Grieche Teodor Currentzis dirigierte: ein Ereignis, zum Teil auch wegen des Münchner Sängers.

Nun war Tareq Nazmi erneut zu Gast in Ingolstadt, diesmal beim Konzertverein - und konnte doch nicht in gleichem Maße begeistern wie vor einem Jahr. Was natürlich ganz und gar nicht bedeutet, dass Nazmi ein schlechter Sänger wäre. Sondern, dass Liedgesang andere Fähigkeiten fordert als etwa das Oratorium oder die Oper. Nazmi hatte sich für sein Ingolstädter Konzert ausschließlich auf die oft melancholischen, manchmal ironischen oder hintergründigen, stets aber sehr subtilen Lieder von Robert Schumann konzentriert. Begleitet wurde er von einem der besten Liedpianisten überhaupt: Gerold Huber.

Licht und Schatten von Nazmis Darstellung werden bereits bei den ersten vorgetragenen Liedern deutlich: etwa bei "Der Schatzgräber" aus dem Zyklus "4 Lieder nach Joseph von Eichendorff". Das Lied beginnt düster, fast opernhaft dramatisch, schildert hemmungslose Gier, schillerndes Licht einer einsamen Mondnacht und reinen Engelsgesang. Die Gegensätze in den wenigen Zeilen sind riesenhaft, in der Dynamik und im Ausdruck, zwischen fast gehauchter Nachtmelancholie und wütender Habsucht.

Der DONAUKURIER berichtete am 24.09.2018 von dem Konzert. Lesen Sie hier weiter.

Fotos Bernhard Schaffer vom Konzert am 21.09.18