100. Konzertsaison

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Armida Quartett

Dienstag, 7.März.2017

Martin Funda, Violine
Johanna Staemmler, Violine
Theresa Schwamm , Viola
Peter-Philipp Staemmler, Violoncello

Biografie [119 KB]

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Die Rising Stars wurden von der BBC London in die Liste der Reihe "New Generation Artists" aufgenommen. 1. Preis beim ARD Wettbewerb München 2013.

Vortragsfolge  
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)  
  Streichquartett Nr. 17 B-Dur KV 458 "Jagd Quartett "
Leon Janacek (1854-1928)  
  Streichquartett Nr-1 "Kreutzersonate"
Franz Schubert (1797-1828)  
  Streichquartett G-Dur D887/op 161

Abgründe in scharfem Licht
Dem Armida-Quartett gelingt ein fulminanter Abend beim Konzertverein Ingolstadt

"Seine neuen Quartette sind doch wohl zu stark gewürzt - und welcher Gaumen kann das lange aushalten." So bemäkelte ein Kritiker Mozarts 1785 erschienene sechs Streichquartette. Was seine Kammermusik betrifft, galt der Schöpfer der "Kleinen Nachtmusik" geradezu als Avantgardist, und gewöhnliche Musikgourmets wollten oder konnten diese schwierigen, komplizierten Werke nicht spielen.
Das vergisst man heute allzu schnell, da seit Beethoven noch weit mehr Pfeffer in Streichquartetten steckt: Mozart als angenehmer, leichter Auftakt.
Das Armida-Quartett legte im Konzertverein dagegen den Anspruch, die Komplexität, die Modernität dieser Musik offen auf den Tisch. Dabei ist das sogenannte "Jagd-Quartett" in B-Dur noch eines der harmloseren. Relativ weich und fließend artikuliert, fast mit Wiener Gemütlichkeit, spielen die vier das Fanfarenthema. Trügerisch: Denn dann wird der Blick frei für das Filigran, für die Ereignisdichte des Satzes. Leicht gefiedert flattert ein kleines Motiv durch die Instrumente, ein Halbton droht im Cello, fremdartige Akkorde stoppen die Jagd. In einem hauchzarten Pianissimo verklingend, zieht sich die Exposition gleichsam nach innen zurück. Dieser Mozart will erlauscht sein. Auch Melodien werden nicht dick aufgetragen, sondern bleiben in das Stimmengeflecht integriert, was bei wenig Vibrato einen seidenfeinen Gesamtklang ergibt. Das in seiner Tiefe, Melancholie und Zerbrechlichkeit erschütternde Adagio fassen die vier mit ganz spitzen Fingern an, tasten sich behutsam am Rand der Stille entlang. Umso schmerzhafter reißt das oftmals lautstarke Gehuste klaffende Löcher in dieses fühlende und atmende Klanggewebe.

Der DONAUKURIER berichtete am 09.03.2016 von dem Konzert Lesen Sie hier weiter.

Fotos: Bernhard Schaffer vom Konzert am 07.03.2017

INTV berichtete von dem Konzert-
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