101. Konzertsaison

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Wettbewerbskonzert Junge Künstler

Montag, 5. Dezember 2016

Stiftung Dr. Reissmüller

Vergabe des Musikförderungspreises des Konzertvereins im Fach Holzbläser

Felix Amrhein, Fagott - Musikhochschule Würzburg
Fernando del Olmo, Klavier

Felix Amrhein, 1994 in Aschaffenburg geboren, begann im Alter von 7 Jahren mit dem Fagottunterricht bei Dietmar Rehse und Bernd Schneider. Während seiner Schulzeit war er Mitglied des Bayerischen Landesjugendorchesters und des Bundesjugendorchesters. Seit 2012 studiert er an der Musikhochschule Würzburg

Kammermusikalische Inspirationen bekam er durch die Kammermusikwerkstatt des BR-Sinfonieorchesters sowie der Konzertwerkstatt der Orchesterakademie Ossiach. Es folgten Meisterkurse bei Prof. Albrecht Holder, Valentino Zucchiati, Prof. Alfred Rinderspacher, Philipp Zeller, Prof. Carlo Colombo und Prof. Dag Jensen. Neben seinem Engagement als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und des Schleswig Holstein Festivalorchesters ist er seit Januar 2016 mitunter bei der Dresdner Philharmonie tätig. Der Künstler ist Stipendiat der Studienstiftung Cusanuswerk und der Organisation Yehudi Menuhin -live music now.

Vortragsfolge

Johann Wenzel Kalliwoda (1801-1866)

Marcel Bitsch (1921-2011)

Isang Vun (1917-1995)

Morceau de Salon op. 230


Concertino


Monolog für Fagott solo

Theo Plath, Fagott - Musikhochschule München
Aris Blettenberg, Klavier

Theo Plath, 1994 in Koblenz geboren, erhielt ab 2001 Fagottunterricht bei Nikolaus Maler, dem Solofagottisten des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie. Ab 2009 wurde er Jungstudent bei Prof. Dag Jensen in Hannover, gewann zweimal den 1.Preis beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" und wurde Mitglied im Bundesjugendorchester, wo er unter Sir Si mon Rattle und Kiril Petrenko spielte. 2009 gewann er den Hans Sikorski Preis der Deutschen Stiftung Musikleben und 1. Preise beim Crusell-Fagottwettbewerb in Finnland sowie beim Berthold Hummel Wettbewerb in Würzburg. 2015 gewann er den Gasteig Musikpreis in München und erhielt Stipendien des Deutschen Musikwettbewerbs, der Jürgen Ponto Stiftung, der Mozartgesellschaft Dortmund und der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Meisterkurse besuchte er bei Prof. Dag Jensen, Prof. Sergio Azzolini und Prof. Klaus Thunemann.

Theo Plath tritt mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, den Nürnberger Symphonikern sowie bei Festivals in Finnland, Davos, Aurich und Mecklenburg Vorpommern auf. 2015 erschien eine CD, auf der er mit Ramon Ortega Quero, Sebastian Manz, Marc Gruber und der Württembergischen Philharmonie in der Sinfonia concertante von Mozart zu hören ist. Beim Deutschen Musikwettbewerb 2016 wurde Theo Plath mit dem Sonderpreis für die beste Interpretation einer zeitgenössischen Komposition (Tarnon Yoshida:"erzittern") ausgezeichnet

Vortragsfolge

Camille Saint-Saens (1835-1921)

Tamon Vashima (geb. 1991)

Roger Boutry (geb. 1932

Sonate op. 168 G-Dur

"erzittern" für Fagott solo


"Interferences I"

Alissa Rossius, Querflöte -Musikhochschule München
Nino Gurevich, Klavier

Die 1994 in München geborene Flötistin Alissa Rossius begann im Alter von vier Jahren mit dem Querflötenspiel. Mit 10 Jahren wurde sie Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Marianne Henkel-Adorján. 2009 wechselte sie zu Prof. Philippe Boucly. Nach ihrem Abitur am Karlsgymnasium München 2012 begann sie ihr Bachelor-Studium bei Prof. Andrea Lieberknecht, ebenfalls an der Münchner Musikhochschule.

Meisterkurse bei Prof. Peter-Lukas Graf, Prof. Andrea Lieberknecht und Prof. Gaby Pas-Van Riet ergänzten ihre Ausbildung.

Alissa Rossius gewann mehrfach 1. Preise beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, zudem Sonderpreise der Deutschen Stiftung Musikleben. Mit 15 Jahren war sie Finalistin beim 13. Internationalen Flöten-Wettbewerb „Friedrich Kuhlau“ und ist 1. Preisträgerin beim Internationalen Wettbewerb für Flöte in Oberstdorf 2010. Mit dem ,,Quintetto Spirito’’ erreichte sie das Semifinale des 63. Internationalen Musikwettbewerbs der ARD 2014 im Fach Bläserquintett.

Alissa Rossius konnte bereits zahlreiche Erfahrungen als Solistin mit bekannten Orchestern sammeln: So spielte sie z.B. im Alter von 14 Jahren mit den Dresdner Kapellsolisten in Schloss Neuschwanstein (Livemitschnitt Bayerischer Rundfunk), 2011 mit dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt und dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, 2013 mit dem Folkwang Kammerorchester und dem Prager Kammerorchester im Rudolfinum.

Im Jahr 2010 und 2012 produzierte sie als Solistin mit den Bamberger Symphonikern Aufnahmen für den Bayerischen Rundfunk (Leitung: Gabriel Feltz und Jonathan Nott). Für den Bayerischen Rundfunk hat sie darüber hinaus mehrere Werke der Flötenliteratur eingespielt.

Alissa Rossius ist seit der Saison 2013/2014 Stipendiatin der Mozart Gesellschaft Dortmund, zusätzlich Stipendiatin bei „Yehudi Menuhin Live Music Now“ und der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Mit 16 Jahren wurde sie Mitglied im Gustav Mahler Jugendorchester, wo sie von 2011 bis 2013 spielte. Außerdem war sie Mitglied der Lucerne Festival Academy 2013 und spielte als Aushilfe an der Bayerischen Staatsoper.

Von Mitte November 2014 bis Mitte Dezember 2015 war Alissa Rossius im Zeitvertrag Soloflötistin am Staatstheater Kassel.

Vortragsfolge

Toshi Ichiyanagi (geb. 1933)


Franz Schubert (1797-1828)


Jacques Ibert (1890-1962)

Lowell Liebermann (geb. 1961

In a Living Memory" for flute solo (2000)

Variationen über (Trockene Blumen)


Piece pour Flute seule

aus der Sonate op. 23
Presto energico

Jury

Johannes Hofbauer, Fagott

Marie-Luise Modersohn, Oboe

Ivanna Ternay, Flöte

Mitglieder der Münchner Philharmoniker und des Sinfonieorchesters des Bayrischen Rundfunks

Die Gewinner des Musikförderungspreises seit 1968 können Sie hier nachlesen.

Konzerterfahrener Nachwuchs
Fagottist Theo Plath gewinnt den Musikförderungspreis des Konzertvereins Ingolstadt - aber auch die anderen Musiker spielen auf hohem Niveau

Man könnte von einer Inflation der Musikpreise und Stipendien sprechen. Wer in den vergangenen Jahren beim "Konzert mit jungen Künstlern" auftrat, hat meist bereits eine Laufbahn mit zahllosen, zum Teil wirklich wichtigen Auszeichnungen hinter sich. Das ist umso erstaunlicher, weil der Wettbewerb sich ausschließlich an Studenten richtet und gerade in der diesjährigen Runde die Musiker alle erst 22 Jahre alt waren. Beim Konzert am Montagabend, bei dem drei Holzbläser gegeneinander antraten, waren alle Musiker bereits Stipendiaten wichtiger Institutionen wie etwa der Organisation Yehudi Menuhin Live Music Now. Der Gewinner des Abends, Theo Plath, ist mit dem Gasteig-Musikpreis in München ausgezeichnet worden und erster Preisträger beim Cursell-Fagottwettbewerb in Finnland. Die Flötistin Alissa Rossius hat nicht nur mehrere erste Preise beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" vorzuweisen, sondern erreichte sogar das Semifinal des ARD-Musikwettbewerbs. Und natürlich blicken alle drei Musiker bereits auf erste Erfahrungen in hervorragenden Orchestern zurück.
Es treten also keine echten Anfänger mehr auf beim Wettbewerb um den von Elin und Wilhelm Reissmüller 1968 gestifteten Musikförderungspreis, sondern fast schon gestandene Persönlichkeiten. Eine Tatsache, die sofort spürbar wurde, als die jungen Musiker die Bühne des Ingolstädter Festsaals betraten. Die Konzerterfahrung, die Routine war den jungen Musikern anzumerken. Sie sind ohne Einschränkung in der Lage, mit großer Souveränität Konzertabende zu gestalten. Fertige Musiker schienen vor einem zu stehen, auch wenn es sich noch um Studenten handelt. Hervorragend waren sie alle. Allerdings in unterschiedlichem Maße. Wer am Ende Sieger wurde, hatte mit Nuancen zu tun und auch mit der Programmwahl. Jeder Musiker sollte mit mehreren Stücken eine halbe Stunde lang sein Können demonstrieren. Aber nicht jedem Musiker gelang es an diesem Abend gleich gut, seine Stärken mit den ausgewählten Kompositionen auszuleuchten.

Der DONAUKURIER berichtete am 7.12.2016 von dem Konzert. Lesen Sie hier mehr.

Preisträger Theo Plath (c)Schaffer

INTV berichtete am 8. Dezember von dem Konzert. Diese Sendung können Sie hier sehen.

Der Kulturkanal berichtete von dem Konzert. Diesen Bericht können Sie hier hören.

Reinald Atzerodt, Konzertverein, und Preisträger Theo Plath

Junger Meister am Fagott
Theo Plath erhielt gestern den Musikförderungspreis des Konzertvereins Ingolstadt

Es muss wohl Liebe auf den ersten Blick gewesen sein zwischen dem fünfjährigen, vielleicht 1,20 Meter großen Theo Plath, der an jenem Tag der Offenen Tür in der Koblenzer Musikschule erstmals ein Fagott sah, und dem circa 1,45 Meter großen Instrument.
Mittlerweile ist Plath 22 Jahre alt und der 46. Preisträger des Musikförderungspreises des Konzertvereins Ingolstadt. Den mit 2000 Euro dotierten Preis haben ihm gestern Nachmittag im Historischen Sitzungssaal des Alten Rathauses Uta Schäff im Namen der Stifterfamilie Reißmüller, Konzertvereins-Vorsitzende Eva-Maria Atzerodt und Oberbürgermeister Christian Lösel für die Stadt Ingolstadt verliehen.
Wie verwachsen mit dem Fagott wirkt der junge Musiker, als er dem familiären Kreis der Preisverleihungsgäste mit Willson Osbornes "Rhapsody" eine relativ moderne Kostprobe seines Könnens gibt. Plath spielt mit ganzem Körpereinsatz, so dass die Töne nicht allein dem Instrument, sondern der Symbiose aus Mensch und Holzbläser zu entschweben scheinen. Ausdrucksstärke, musikalische und technische Souveränität und Konzertbühnenreife attestiert Laudatorin Isabella Kreim, Leiterin des Ingolstädter Kulturkanals, dem Studenten der Musikhochschule München. Zudem habe er keine Anspannung gezeigt, sondern vor Freude am Musizieren geradezu gesprüht beim Wettbewerb im Festsaal des Stadttheaters, wo er sich im Dezember mit zwei weiteren, ebenfalls 22-jährigen Musikstudenten aus der Holzbläserkategorie gemessen hatte. Sowohl die Fachjury als auch das "durch Premium-Klassik geschulte Abonnenten-Publikum" hätten sich eindeutig für Theo Plath ausgesprochen, betont Kreim.

Der DONAUKURIER berichtete am 07.02.2017 von der Preisverleihung. Lesen Sie hier mehr

Verleihung des Musikförderpreises an Theo Plath, Fagott
von Isabella Kreim

Der Kulturkanal Ingolstadt berichtete, diesen Bericht können Sie hier hören.