102. Konzertsaison

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Jerusalem Quartet

Samstag, 18. November 2017

Alexander Pavlovsky, Violine
Sergei Bresler, Violine
Ori Kam, Viola
Kyril Zlotnikov, Violoncello

Biografie [32 KB]

Einführungsvortrag

Zu dem Konzert gibt der Musikwissenschaftler Jörg Handstein vor dem Konzert um 19.15 Uhr eine Werk-Einführung im Konferenzraum des Stadttheaters.

Der Einführungsvortrag um 19.15 Uhr im Konferenzraum muss leider aus Krankheitsgründen des Referenten Jörg Handstein entfallen.

Vortragsfolge  
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
 
  Streichquartett f-Moll op.95
Béla Bartók (1881-1945)  
  Quartett Nr.1 op.7
Antonin Dvorák (1841-1904)  
  Streichquartett G-Dur op.106

Wunder des zarten Schönklangs
Das Jerusalem Quartet gab ein fantastisches Konzert beim Konzertverein Ingolstadt

Brutaler, unversöhnlicher kann man ein Musikstück kaum beginnen. Eine zornige Sechzehntelfigur platzt ruppig in den Saal, nach einer kurzen, vor Spannung berstenden Pause dann ein hoher Entsetzensaufschrei der ersten Violine. So beginnt das wohl ungemütlichste Streichquartett von Ludwig van Beethoven, das Quartett op. 95 in f-Moll. Wohl niemals zuvor wurde so schmerzensgeladen, so wütend komponiert. Musikhistoriker vermuten einen sehr persönlichen Anlass für diesen musikalischen Exzess: Beethoven hatte sich unglücklich in Therese Malfatti verliebt, einen Heiratsantrag hatte die Arzttochter 1810 abgelehnt.
Man kann sehr unterschiedlich mit diesem Verzweiflungsausbruch in Noten umgehen - ungestüm, kalt bis an die Grenze des Erträglichen wie einige bedeutende Streichquartette. Oder eher so wie das Jerusalem Quartet, das auf Einladung des Konzertvereins Ingolstadt im Festsaal gastierte. Denn die vier Musiker präsentieren einen eher milden Zorn, die Grenzen des Schönklangs werden niemals durchbrochen. Der Schmerz wird niemals hässlich.

Der DONAUKURIER berichtete am 20.11.2017 von dem Konzert. Lesen Sie hier weiter.

Fotos Bernhard Schaffer vom Konzert am 18.11.17