101. Konzertsaison

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Festkonzert: Staatl. Philharmonie Kiew

Festkonzert zum Abschluss der Jubiläumssaison
100 Jahre Konzertverein Ingolstadt
12.11.1917: 1. Veranstaltung des neugegründeten Vereins

Sonntag, 12. November 2017
Beginn 19:00 Uhr

Staatliche Philharmonie Kiew

Biografie [61 KB]

Mykola Dydiura, Leitung

Biografie [130 KB]

Antonii Baryshevskyi, Klavier

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Vortragsfolge  
Edvard Grieg (1843-1907)
 
  Konzertouvertüre
"im Herbst" op. 11
Robert Schumann (1810-1856)  
  Konzert für Klavier
und Orchester a-Moll op. 54
Johannes Brahms (1833-1897)  
  Symphonie Nr. 2
D-Dur, op. 73

Milder Jubiläumsglanz
Der Konzertverein Ingolstadt feiert sein 100-jähriges Bestehen mit einem Gastspiel der Philharmonie Kiew. Besonders der Pianist Antonii Baryshevskyi beeindruckt mit einer poetischen Interpretation des Klavierkonzerts von Robert Schumann.

Der romantische Komponist Robert Schumann (1810-1856) liebte es, sein Seelenleben durch zwei fiktive, antagonistische Figuren zu charakterisieren: "Florestan, den Wilden, / Eusebius den Milden" - so beschrieb er die beiden Charaktere in einem Gedicht für seine Frau Clara. Seine Musikkritiken und auch viele seiner Kompositionen unterschrieb Schumann nicht mit seinem eigenen Namen, sondern mit den beiden erfundenen Helden. Die großen Klavierzyklen wie "Davidbündlertänze" oder "Carneval" sind so durchdrungen vom Konflikt der beiden Seelenfiguren. Aber eigentlich sind alle Werke Schumanns geprägt von dieser lustvollen Dualität zwischen poetisch-gefühlvollem Überschwang (Floristan) und ungehemmter stürmischer Wildheit (Eusebius) - auch das Klavierkonzert in a-Moll.
Kaum ein Pianist und kaum ein Orchester können beide Charaktere gleich gut darstellen. Beim Jubiläumskonzert des Konzertvereins Ingolstadt im Festsaal spielte Antonii Bary-shevskyi den Solopart, und er ist eindeutig ein Floristan-Typ. Die einleitenden heftigen Akkorde des Orchesters, das dann folgende fast rezitativische, abwärtsstürzende Oktav-Solo des Klaviers spielte der Ukrainer erstaunlich moderat, keineswegs so kraftstrotzend und heroisch wie in vielen anderen Darstellungen. Ganz anders das träumerische Hauptthema, das kurz danach folgt: Hier kitzelte Baryshevskyi wirklich alles an Romantik und Poesie aus den Zeilen heraus, was überhaupt nur geht. Ein Rausch der goldenen Anschlagsfinesse, der subtilen Verzögerungen. Wunderbar. Hier musizierte Baryshevskyi wirklich ergreifend.

Der DONAUKURIER berichtete am 14.11.2017 von dem Konzert. Lesen Sie hier weiter.

Fotos Bernhard Schaffer vom Konzert am 12.11.17

Klavierglanz zum Jubiläum
100 Jahre Konzertverein: Wie die Philharmonie Kiew und Pianist Antonii Baryshevskyi beeindrucken konnten.

Der Konzertverein Ingolstadt, 1917 von Ludwig Liebl gegründet und heute durch die Familie Atzerodt in bewährter und überaus engagierter Weise geleitet, zählt ohne Zweifel zu den herausragenden Kulturinstitutionen unserer Region. Seit über 100 Jahren gelingt es den Verantwortlichen, ein hochrangiges Musikangebot mit zahlreichen Künstlern von Weltruf anzubieten. Genau vor 100 Jahren, am 12. November 1917 war der erste Veranstaltungstag des damals neugegründeten Vereins. Das aus diesem Anlass initiierte Festkonzert mit dem Staatlichen Sinfonieorchester der Nationalen Philharmonischen Gesellschaft der Ukraine unterstrich somit einmal mehr, wie erlesen und hochkarätig die Konzerte des Konzertvereins mittlerweile nun mal sind.
Dieses wohl wichtigste Ensemble Osteuropas – es war bereits mehrmals an der Donau zu Gast – zeigte beim restlos ausverkauften Festkonzert, wie stimmig und niveauvoll es intonieren kann. Unter der Leitung des gefragten Dirigenten Mykola Dyadiura, er wurde u.a. von Leonard Bernstein, Seiji Ozawa und André Previn gefördert, boten die Musiker bereits zu Beginn des Abends bei Edvard Griegs Vertonung, „ Im Herbst“, op11, ein über weite Strecken dynamisch differenziert angelegtes Spiel. Das dunkle Chroma der Melodien verliert sich in dieser Notation in betörend weicher Einsamkeit, die furiosen Aufschwünge rauschen, ohne martialisch zu klirren. Melancholie, Einsamkeit, Ernst, aber auch Lebensfreude finden in dieser Musik ihren so prägnanten Ausdruck.
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Die AUGSBURGER ALLGEMEINE berichtete am 14.11.2017 von dem Konzert. Lesen Sie hier weiter.

Foto Johannes Seifert

Festkonzert zum 100. Geburtstag des Konzertvereins
von Isabella Kreim


Was vor genau 100 Jahren bescheiden aber durchaus ambitioniert mit einem Liederabend im damaligen Offizierskasino begonnen hat, konnte gestern mit einem 60-Mann-Orchester, der Philharmonie Kiew, im vollbesetzten Theaterfestsaal, also mit über 1000 Zuhörern gefeiert werden: Der 100. Geburtstag des Konzertvereins Ingolstadt. Also bereits rein quantitativ was die Besetzung auf dem Konzertpodium wie die Anzahl der Zuhörer betrifft, die machtvolle Demonstration der Erfolgsgeschichte eines ehrenamtlichen Engagements Ingolstädter Bürger, seit Jahrzehnten vor alllem der Familie Atzerodt, für das Musikleben in dieser Stadt.
Aber bei aller Festkonzert-Stimmung treibt den Konzertverein aktuell ein Problem um, das seine 100jährige Geschichte immer wieder durchzogen hat. Die Frage nach einem alternativen Konzertsaal, wenn der Festsaal während der Theatersanierung geschlossen werden muss.

Diesen Bericht können Sie hier hören.

Es war ein historischer Abend am Sonntag im Ingolstädter Festsaal, denn genau am 12.November 1917 , noch während der erste Weltkrieg die Menschen erschütterte, lud der neu gegründete Konzertverein in sein erstes Konzert in den heutigen Spiegelsaal des Kolpinghauses ein. Auf den Tag genau, feierte am Sonntag der Ingolstädter Konzertverein sein 100 jähriges Jubiläum im Ingolstädter Festsaal. Viele Ehrengäste und Prominente feierten diesen historischen Abend mit dem Verein im ausverkauften Ingolstädter Festsaal mit einem grandiosen Konzertprogramm.

INTV berichtete am 16.11.2017 von dem Festkonzert.
Diese Sendung können Sie hier sehen.