103. Konzertsaison

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Arcis Saxophon Quartett Raphaela Gromes, Cello

Donnerstag, 10. September 2020

Arcis Saxaphon Quartett


Biografie [325 KB]

Raphaela Gromes, Violoncello

Biografie [98 KB]

Raphela Gromes by Sony Classical

Julian Riem, Klavier


Biografie [131 KB]

The French American Connection

Vortragsfolge  
Camille Saint - Saens (1834-1921)  
  Concerto Nr. 1 für Violoncello,
Klavier und Saxquartett op. 33
Arr. Julian Riem
Claude Debussy (1862-1918)  
  Sonate d-Moll für Violoncello und Klavier
Maurice Ravel (1875-1937)  
  Rapsodie espagnole
für Saxquartett und Duo ( arr. Julian Riem)
Leonard Bernstein (1918-1990)  
  West Side Story Suite
für Saxquartett (arr. Arcis Quartett)
George Gershwin (1898-1937)  
  Rhapsodie in blue
für Saxquartett und Duo, arr. Julian Riem

Bayerischer Kunstförderpreis 2019 für Raphaela Gromes

Auszeichnung wird im November verliehen

München, 05.08.2019. Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) hat die diesjährigen Träger des Kunstförderpreises in der Sparte Musik und Tanz bekannt gegeben. Ausgezeichnet werden die Münchner Cellistin Raphaela Gromes, die Absberger Organistin Angela Metzger, das Verworner Krause Kammerorchester (VKKO) sowie der Balletttänzer Alexsandro Akapohi vom Nürnberger Staatstheater. Der Bayerische Kunstförderpreis soll die kommende künstlerische Entwicklung der ausgezeichneten Nachwuchskünstler unterstützen. Die Auszeichnung ist für Einzelkünstler mit 6.000 Euro, für Ensembles mit 10.000 Euro dotiert. Verliehen werden die Preise der Sparte Musik und Tanz gemeinsam mit den anderen Sparten im November in München.

Die Cellistin Raphaela Gromes wurde 1991 in München geboren. Sie begann mit vier Jahren, Cello zu spielen. Zusammen mit ihren Eltern, beide Cellisten, stand sie ab dem Alter von sieben Jahren auf der Bühne. Zwischen 2006 und 2010 war sie Jungstudentin an der Hochschule für Musik in Leipzig. Anschließend begann sie ein Cellostudium an der Musikhochschule in München bei Prof. Wen-Sinn Yang und führte ihre Studien 2013/14 bei Prof. Reinhard Latzko an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien fort, ergänzt durch Meisterkurse bei David Geringas, Natalia Gutman, Daniel Müller-Schott, Anner Bylsma und Peter Bruns. Als Solistin debütierte sie mit dem Cellokonzert von Friedrich Gulda. In der Folge trat sie mit zahlreichen Orchestern des In- und Auslands auf, darunter die Münchner Symphoniker sowie die Tschechische Philharmonie, und gastierte bei mehreren internationalen Festivals. Die Widmungsträgerin mehrerer zeitgenössischer Cellowerke beschäftigt sich neben ihrer solistischen Tätigkeit vor allem mit Kammermusik. Hier nimmt insbesondere das Duospiel mit dem Pianisten Julian Riem eine zentrale Stellung ein. Sie ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe; erste Preise bekam sie etwa beim Concorso Fiorindo Turin (zusammen mit der Violinistin Amelie Böckheler), beim Strauss-Wettbewerb und dem Kulturkreis-Gasteig-Wettbewerb. Die Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie der Yehudi Menuhin Live Music Now Initiative spielt ein Instrument von Jean Baptiste Villaume (circa 1855).

Angela Metzger wurde im fränkischen Absberg geboren. Sie studierte an der Münchner Hochschule für Musik und Theater Kirchenmusik sowie Konzertfach Orgel bei Prof. Edgar Krapp und Prof. Bernhard Haas. Außerdem studierte sie Oboe am Innsbrucker Landeskonservatorium bei Konrad Zeller. Während dieser Zeit erhielt sie Stipendien wie eine Unterstützung des Cusanuswerks und das Deutschlandstipendium. Im Winter 2017/18 übernahm sie eine Professurvertretung an der Musikhochschule München. Als Musikerin spielt sie auf historischen und modernen Instrumenten Stücke aus der Renaissance bis hin zu neuen Kompositionen. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem bei Wettbewerben in Tokio, Saint-Maurice und Wuppertal sowie beim ARD-Wettbewerb in München. Außerdem ist sie Trägerin des Bayernwerk-Kulturpreises.

Das Verworner Krause Kammerorchester wurde 2014 von Christopher Verworner und Claas Krause gegründet, die beide Komposition an der Musikhochschule München studierten. Es besteht aus Streichern, Bläsern sowie einer Jazzgruppe, die von elektronischen Elementen unterstützt werden. So soll sich „zwischen den gewohnten Erscheinungsformen aktueller Musik“ bewegt werden. Insgesamt sind 18 Musiker beteiligt, von denen einige noch studieren. Zusätzlich arbeitet das Ensemble mit Tänzern der Iwanson School of Contemporary Dance zusammen.

Der Freistaat Bayern verleiht in jedem Jahr bis zu 16 Kunstförderpreise an Nachwuchskünstler, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, über außergewöhnliche Begabung verfügen und hervorragende Leistungen vorweisen können. Er wird in den vier Sparten bildende Kunst, darstellende Kunst, Musik und Tanz sowie Literatur vergeben. Die Preise sind für Künstler gedacht, die höchstens 40 Jahre alt sind und ihren Lebensmittelpunkt in Bayern haben. Dotiert sind die Auszeichnungen mit 6.000 bis 10.000 Euro.

Gespräch mit Cellistin Raphaela Gromes und ihrem Trio
von Isabella Kreim

Gespräch hier hören.

Raphaela Gromes und Julian Riem haben eine längst vergessene Cellosonate von Richard Strauss ausgegraben
Eine Entdeckung

In der Musikwelt wird gerne und oft von Sensationen gesprochen.

So oft, dass man es manchmal kaum mitbekommt, wenn sich wirklich einmal etwas Außergewöhnliches und Spektakuläres ereignet: die Ausgrabung einer neuen Cellosonate des bayerischen Komponisten Richard Strauss (1864- 1949) etwa. Wirklich bedeutende Werke eines berühmten Komponisten werden nur sehr selten entdeckt. Nun, am heutigen Freitag, wird die Cellosonate zum ersten Mal seit fast 140 Jahren wieder erklingen. Aufführen wird sie das Duo Raphaela Gromes (Cello) und Julian Riem (Klavier) in der Großen Aula der Ludwig-Maximilian-Universität München. Bei dieser Gelegenheit wird auch ein weiterer Band der kritischen Gesamtausgabe des Werks Richard Strauss' vorgestellt.

Völlig unbekannt war der Fachwelt nicht, dass neben der großartigen Sonate F-Dur eine weitere Cellosonate von Strauss existiert. Dass sie nicht zur Aufführung kam, hat einen besonderen Grund: Sie sollte nicht gespielt werden, weil Strauss es so wollte. Denn mit der Sonate verbindet sich für den jungen Komponisten eine große Enttäuschung. Komponiert hat der genialische, 17-jährige Gymnasiast sie 1881 in Staffelstein für einen Wettbewerb - den er allerdings nicht gewann. So landete das Werk in der Schublade. Sicher: Strauss schrieb den Kopfsatz noch einmal säuberlich ab, komponierte noch einen zweiten und dritten Satz dazu und vermachte das Stück seiner Familie, sozusagen zur sehr viel späteren Verwendung.
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